Einbrüche am helllichten Tag – wie Sie sich und Ihre Immobilie schützen
In den letzten Wochen kam es im Landkreis Rastatt sowie in Baden-Baden, Bühl, Gaggenau und angrenzenden Gemeinden vermehrt zu Einbrüchen am helllichten Tag. Besonders betroffen sind Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen, bei denen Täter gezielt kurze Abwesenheiten der Bewohner ausnutzen.
Einbrüche finden dabei längst nicht mehr nur nachts statt – sondern häufig tagsüber, wenn Wohnungen aufgrund von Arbeit, Einkäufen oder Terminen unbeaufsichtigt sind.
Dieser Beitrag zeigt Ihnen, wie solche Einbrüche typischerweise ablaufen, wo häufige Schwachstellen liegen und welche Maßnahmen Sie als Bewohner, Eigentümer oder Eigentümergemeinschaft ergreifen können.
Warum Einbrüche tagsüber zunehmen
Täter handeln zunehmend gezielt und beobachten Wohnanlagen im Vorfeld:
- Wann verlassen Bewohner regelmäßig ihre Wohnungen?
- Sind Haustüren häufig offen oder schlecht gesichert?
- Gibt es schlecht einsehbare Zugänge oder dunkle Bereiche?
Gerade tagsüber rechnen Einbrecher mit weniger Aufmerksamkeit, da Geräusche oder Bewegungen als normaler Alltag wahrgenommen werden.
Typische Schwachstellen in Mehrfamilienhäusern
Besonders häufig genutzt werden:
- Wohnungstüren mit einfacher Verriegelung
- gekippte Fenster oder ungesicherte Balkontüren
- Keller- und Tiefgaragenzugänge
- schlecht beleuchtete Rückseiten von Gebäuden
- Hochparterre- und Erdgeschosswohnungen
Viele Einbrüche dauern nur wenige Minuten und verursachen dennoch hohe Schäden.
Was Sie als Bewohner konkret tun können
Auch ohne größere Investitionen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren:
- Fenster und Balkontüren beim Verlassen der Wohnung vollständig schließen
- Wohnungstür immer abschließen – auch bei kurzer Abwesenheit
- Keine Hinweise auf längere Abwesenheit geben
- Unbekannte Personen im Haus kritisch hinterfragen
- Nachbarn informieren, wenn Sie längere Zeit nicht anwesend sind
Aufmerksamkeit im Alltag ist ein entscheidender Schutzfaktor.
Maßnahmen auf Ebene der Eigentümergemeinschaft
Für Eigentümergemeinschaften bieten sich unter anderem an:
- Nachrüstung einbruchhemmender Wohnungstüren
- Sicherung von Keller- und Tiefgaragenzugängen
- ausreichende Beleuchtung von Zugangsbereichen
- regelmäßige Überprüfung von Schließanlagen
- klare Hausregeln zu offenen Türen und Zugängen
Viele dieser Maßnahmen erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern auch den Werterhalt der Immobilie.
Vorgehen nach einem Einbruch oder Einbruchsversuch
Sollte es dennoch zu einem Vorfall kommen:
- Polizei verständigen und Anzeige erstatten
- Schäden dokumentieren
- Hausverwaltung informieren
- Versicherungen rechtzeitig einbinden
Eine strukturierte Vorgehensweise erleichtert die Schadenregulierung erheblich.
Fazit
Einbrüche lassen sich nicht vollständig verhindern – das Risiko kann jedoch deutlich gesenkt werden. Gerade in der Region Rastatt, Baden-Baden, Bühl und Umgebung lohnt es sich aktuell, das Thema Sicherheit bewusst anzugehen und präventiv zu handeln.
